Mindestlohn 2026: Was die Erhöhung für dein Gehalt bedeutet
Der Mindestlohn stieg zum 1. Januar 2026 um 8,4 Prozent auf 13,90 Euro pro Stunde. Was das konkret für dein Gehalt bedeutet und wie es 2027 weitergeht.
Das Wichtigste in Kürze
Der gesetzliche Mindestlohn stieg zum 1. Januar 2026 um 8,4 Prozent von 12,82 auf 13,90 Euro pro Stunde – eine der stärksten Erhöhungen seit seiner Einführung. Bei Vollzeit bedeutet das laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales rund 190 Euro brutto mehr im Monat, wovon rund 6 Millionen Beschäftigte profitieren.
Seit Anfang 2026 steht auf vielen Lohnzetteln ein höherer Stundenlohn – der gesetzliche Mindestlohn wurde deutlich angehoben. Was auf den ersten Blick nach einer reinen Zahl aussieht, hat spürbare Auswirkungen auf Millionen Gehälter in Deutschland.
Wie hoch der Mindestlohn 2026 ist
Seit dem 1. Januar 2026 beträgt der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland 13,90 Euro pro Stunde. Gegenüber dem bisherigen Wert von 12,82 Euro entspricht das einer Erhöhung um 1,08 Euro beziehungsweise rund 8,4 Prozent – eine der stärksten Anhebungen seit Einführung des Mindestlohns.
Was das für dein Gehalt konkret bedeutet
Bei einer Vollzeitstelle mit 40 Wochenstunden bedeutet die Erhöhung laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales ein Plus von rund 190 Euro brutto im Monat gegenüber dem alten Mindestlohn. Wie viel davon netto ankommt, hängt von Steuerklasse, Sozialabgaben und individueller Situation ab – ein Teil der Erhöhung wird also durch Abzüge wieder aufgezehrt.
Wer vom Mindestlohn betroffen ist
Von der Erhöhung profitieren nach Angaben der Bundesregierung rund 6 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland. Das betrifft vor allem Beschäftigte in Branchen mit traditionell niedrigeren Löhnen, etwa im Einzelhandel, in der Gastronomie oder im Reinigungsgewerbe.
Wie es 2027 weitergeht
Die Erhöhung ist bereits Teil eines zweistufigen Plans: Zum 1. Januar 2027 steigt der Mindestlohn um weitere 5,04 Prozent auf dann 14,60 Euro pro Stunde. Über beide Jahre zusammengerechnet ergibt das eine Gesamterhöhung von rund 13,88 Prozent innerhalb von zwei Jahren.
Was das für die Wirtschaft insgesamt bedeutet
Ein höherer Mindestlohn erhöht die Kaufkraft vieler Haushalte, kann aber auch die Lohnkosten von Unternehmen steigern – ein Effekt, der wirtschaftlich unterschiedlich bewertet wird. Befürworter verweisen auf mehr Konsum und weniger Armut trotz Arbeit, Kritiker auf mögliche Auswirkungen auf Arbeitsplätze in margenschwachen Branchen. Wie stark sich diese Effekte tatsächlich zeigen, lässt sich erst mit einigem zeitlichen Abstand verlässlich einschätzen.
Hinweis: Dieser Beitrag ordnet den gesetzlichen Mindestlohn allgemein ein und ersetzt keine individuelle Lohn- oder Steuerberatung. Ausnahmeregelungen, etwa für bestimmte Praktika oder Ausbildungsverhältnisse, sind hier nicht im Detail berücksichtigt.
Verwendete Quellen & weiterführende Links
Häufige Fragen
Wie hoch ist der Mindestlohn 2026?
Seit dem 1. Januar 2026 beträgt der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland 13,90 Euro pro Stunde.
Wie stark wurde er erhöht?
Gegenüber dem vorherigen Wert von 12,82 Euro ist das eine Erhöhung um 1,08 Euro beziehungsweise rund 8,4 Prozent.
Wie viel mehr Netto bekomme ich dadurch?
Brutto ergibt sich bei Vollzeit ein Plus von rund 190 Euro im Monat. Wie viel davon netto ankommt, hängt von Steuerklasse und individuellen Abzügen ab.
Wie geht es 2027 weiter?
Zum 1. Januar 2027 steigt der Mindestlohn um weitere 5,04 Prozent auf dann 14,60 Euro pro Stunde.