Deepfakes erkennen: Worauf du im Alltag achten solltest
Das Wichtigste in Kürze
Deepfakes sind mithilfe von KI erzeugte oder manipulierte Video-, Bild- oder Audioinhalte, die täuschend echt wirken können. Bestimmte Auffälligkeiten sowie ein bewusster Umgang mit Quellen helfen, sie leichter zu erkennen.
Ein Video, das eine bekannte Person Dinge sagen lässt, die sie nie gesagt hat – Deepfakes werden technisch immer überzeugender. Mit ein paar grundlegenden Strategien lässt sich das Risiko, darauf hereinzufallen, jedoch deutlich senken.
Teil der Serie KI im Alltag im Überblick →
Was Deepfakes technisch sind
Deepfakes entstehen durch KI-Verfahren, die Gesichter, Stimmen oder Bewegungen in bestehendem Material täuschend echt austauschen oder neu generieren. Anwendungsfälle reichen von harmloser Unterhaltung bis zu gezieltem Betrug, etwa bei gefälschten Videoanrufen, die zur Herausgabe von Geld oder sensiblen Daten verleiten sollen.
Worauf man achten kann
Nach Angaben von Sicherheitsbehörden wie dem BSI können unnatürliche Bewegungen, inkonsistente Beleuchtung, seltsam wirkende Übergänge im Gesichtsbereich oder eine unpassende Lippensynchronisation Hinweise auf eine Manipulation sein. Bei Audio-Deepfakes fallen manchmal eine monotone Sprachmelodie oder untypische Sprechpausen auf. Diese Merkmale sind jedoch keine sicheren Kennzeichen, da die Technik sich stetig weiterentwickelt.
Der wichtigste Schutz: unabhängige Verifikation
Bei überraschenden oder emotional aufgeladenen Nachrichten – etwa einem angeblichen Notfall eines Angehörigen per Videoanruf – empfehlen Sicherheitsbehörden, die Information über einen unabhängigen zweiten Kanal zu überprüfen, etwa durch einen Rückruf unter einer bekannten, selbst recherchierten Nummer, statt auf die im verdächtigen Kontakt angegebenen Daten zu vertrauen.
Hinweis: Erkennungsmerkmale von Deepfakes verändern sich mit der technischen Entwicklung; die genannten Hinweise sind allgemeine Orientierungspunkte, keine Garantie.
Verwendete Quellen & weiterführende Links
Häufige Fragen
Was ist der "Zwei-Kanal-Check"?
Eine von Sicherheitsbehörden empfohlene Methode, bei der eine verdächtige Nachricht oder ein Anruf über einen unabhängigen, selbst recherchierten zweiten Kommunikationsweg überprüft wird.
Kann man Deepfakes immer an schlechter Bildqualität erkennen?
Nein, moderne Deepfakes können auch in hoher Qualität erzeugt werden. Bildqualität allein ist daher kein verlässliches Erkennungsmerkmal.
Werden Deepfakes nur für Betrug eingesetzt?
Nein, die Technik wird auch für harmlose Zwecke wie Unterhaltung oder Filmproduktion genutzt. Problematisch wird es vor allem bei täuschender oder schädigender Verwendung.